Wenn das Wetter mitspielt, ist es das, was ich quasi immer an einem 1. Mai mache. Ein Spaziergang. Diesmal zog es mich ins Petruss Tal, das ja wegen der Renaturierung immer noch zum Teil eine Baustelle ist. Das letzte Mal, dass ich dort war, war letztes Jahr für die LUGA und ich war neugierig, was davon stehen geblieben war. Ich verrate es gleich: sehr wenig.
Was mich dann erstaunte war, dass das Pertusstal von der rue d‘Anvers aus komplett gesperrt ist und nur der Eingang zu dem kleinen Spielplatz bleibt, von dem es kein Weiterkommen mehr ins Tal gibt. Ich musste also zurück laufen in die rue de la Semois und diese dann bis hinunter gehen. Dort geht man übrigens an Häusern vorbei, die sicherlich nie zum Verkauf stehen werden, aber wenn, würde ich alles hergeben um eines von denen zu haben.
Es folgen Fotos:









Ich ging den Chemin de la Corniche den ich schon lange nicht mehr gegangen war. Es ist ein Touristenweg, aber dafür einer der schönsten der Stadt. Und ich finde, man sollte als Einheimischer den auch ab und zu begehen, damit man sich wieder bewusst wird, wie schön die Stadt eigentlich ist.

Wieder in der Oberstadt traute ich mich auf den Mäertchen und bekam sofort Platz an einem Tisch, obwohl die Stadt brechend voll war. Ich aß das Traditionsmenü, das man entweder dort, oder im August/Sptember auf der Schobermesse isst; Fisch in Bierteig mit Pommes und Remoulade.

Ich hatte Lust auf ein Eis gehabt, aber die langen Schlangen an den einzelnen Ständen, ließen mich anders entscheiden. Zudem wäre es eine Enttäuschung gewesen, ich hatte ja schon in einem Posting davor darüber berichtet, wie verwöhnt ich in Sachen Eis bin. Das Eis, dass ich mir wünsche, bekomme ich sehr bald wieder!
Beim Vorbeigehen sah ich dass im Circle Cité eine neue Ausstellung zu sehen war. ΙΣΤΟΣ / WEB – Contemporary Artists’ Books. Sonst finde ich die Ausstellungen dort, selbst wenn sie schwer konzeptuell sind, immer ganz nett. (Nett im richtigen Sinn, nicht im Sinn der kleinen Schwester von Sch…) Aber diesmal konnte ich überhaupt nichts damit anfangen. Ich glaube, ich war noch nie so schnell durch eine Kunstausstellung, so wenig berührte mich das, was ich sah.
Wieder daheim setzte ich mich auf dem Balkon und schrieb schon mal den großen Teilen alles hier vor und skalierte Fotos. 
Derweil rief die N an ob sie vorbeikommen könnte. Sie brachte Mairöschen mit.

Dann las ich etwas bei hmbl was mich stutzig machte.
Begonnen, uns darüber zu unterhalten, warum in meiner Kohlenstoffwelt sich exakt niemand mit mir über mein kleines Album unterhält*.
*) Die meisten Menschen ragieren nach dem Muster „Oh toll/spannend/interessant. Und auf Spotify, dann muss ich ja mal gucken. Oh schau, eine Scheibe Käse/Eine Spinne mit sechs Beinen/[insert whatever gerade im Gesichtsfeld passiert]. Übrigens: Du glaubst ja nicht, was mir heute passiert ist…“
Ja, das kenne ich. Meine Artikel im queer.lu bekommen „ in meiner Kohlenstoffwelt„ auch sehr wenig Retour, obwohl es hinlänglich bekannt ist, dass ich jetzt fast zwei Jahre lang für die Zeitschrift schreibe. Mit Ausnahme der D, als Journalistin a.D. ,die immer alles von mir weit vorab zu lesen bekommt, gibt es nach der Publikation außer vom Lektorat und der Redaktion, kein Echo.
Die Musik die hmbl oben meint, ist übrigens sein neues Album das ich immer wieder mal höre. Manchmal im Auto, manchmal beim Kochen.
Ich saß noch lange auf dem Balkon.






























































































