Schmerzen in der linken Brust

Ich wachte bereits am Sonntagmorgen auf, mit einem leicht stechenden Schmerz in der linken Brust, der sich bis in Achselhöhle zog. Nun bin ich kein Hypochonder und nicht schnell zu erschrecken. Ich schrieb den Schmerz einer falschen Schlafposition zu. Und während des Tages beruhigte es sich auch. Ich schrieb es der Überanstrengung des Tages davor zu, an dem ich Nachmittags nach langer Zeit wieder einmal schwimmen war, und es wahrscheinlich übertrieben hatte.

Am Montagmorgen hatte sich der Schmerz jedoch verstärkt und ich konnte nicht richtig einatmen. Mir war zudem schwindlig, aber das schrieb ich dem Auf und Ab des Wetters zu. Am Abend als ich zu einen kleinen Geburtstagsfeier geladen war, erzählten mir andere auch über Schwindelgefühle.

Am Dienstagmorgen war der Schmerz noch etwas heftiger und ich war sehr beunruhigt. Also ging ich zum Hausarzt. Auf dem Weg dorthin versuchte ich den Schmerz zu analysieren. Eigentlich fühlte er sich an wie ein „innerer blauer Fleck“. Und dann fiel mir der unschöne Zwischenfall von Samstagabend wieder ein, den ich bereits verdrängt hatte.  Es war nachdem der Film zu Ende war, wollte die A. unbedingt noch um die Häuser ziehen und in der Unterstadt ins Café der Artistes. Ich willigte nur zögerlich ein. Ich hatte zudem verdrängt, dass die Jazz Rallye voll zu Gange war und das Tal überfüllt mit Meschenmassen. Irgend ein Alkie rempelte mich dann auch und knallte mir den Ellenbogen in die Brust… Meine Stimmung war auf dem Tiefpunkt angelangt und ich ging sofort nach hause.

Die Hausärztin bestätigte mir dann auch meine Vermutung und hörte Lungen und Herz ab. Doch es gab nichts zu beanstanden. „Sie haben keinen Herzinfakt, das fühlt sich anders an“, sagte sie, und verschrieb mir Lidokain Pflaster und und ein stärkeres Ibu zum Einnehmen.

Uff.

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Sonntagsbilder

Mit A., dem langjährigen Freund aus der alten Heimat und seiner Mutter fuhren wir zum Grundhof. Das Hotel-Restaurant Brimer ist immer noch ein Umweg wert. Es war eines der Lieblingsrestaurants meiner Mutter und mit dem Ort sind ein paar sehr schöne Erinnerungen verbunden. Wir haben dort tolle Abende verbracht mit tollen Speisen und Weinen.

Eine etwas denkwürdige Erinnerung ist mir auch noch im Gedächtnis. Es gab ein Jahr in dem ich dort meinen Geburtstag einen Tag nach dem eigentlichen Tag feierte. Es somit der 11. September und es war im Jahr 2001. Die Feier war überschattet vom Einsturz der WTC Türme in New York.

Das Hotel ist ein Familienbetrieb. Die Tische werden immer noch sehr klassisch und elegant eingedeckt.

Das Sonntagsmenü ist immer noch das Gleiche. Es gibt ein gewaltiges Vorspeisen Buffet, bei dem man ich nie widerstehen kann mir den Teller zweimal voll zu laden. Hier ein Foto der ersten Ladung.

Beim Hauptgang hat man die Wahl zwischen sechs verschiedenen Gerichten. Ich entschied mich für Kalbsbäckchen, die so zart waren dass man fast kein Messer dafür brachte. Ein Foto habe ich leider nicht gemacht.  Die Nachspeise war ein Kirschclafoutis und ein Erdbeer Parfait. Auch hier fehlt das Foto. Leider.

***

Beim Aufräumen fand ich das Hochzeitsfoto meiner Großeltern. Großmutter Thérèse die letztes Jahr mit 99 Jahren verstarb und Großvater Emile den ich nie kennengelernt habe. Er verstarb sehr jung, denn sie waren nur 16 Jahre miteinander verheiratet. Die Großmutter heiratete nie wieder. Ich habe vor Jahren zu ihrem Geburtstag einen längeren Text geschrieben, zu lesen hier.

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Open Air Cinéma

Gegen 19:00 Uhr hatte es endlich aufgehört zu regnen. Kurz nach halb zehn startete der Film.

Ein Klassiker aus meiner frühesten Jugend. Grease, mit John Travolta und Olivia Newton-John. Wir hatten uns zu viert schräg zur Leinwand ins Café de la Presse gesetzt. Wenn schon draußen, dann bitte mit einem Glas Wein.

Es war ein Riesenspaß. Wir sangen lautstark mit und konnten kaum stillsitzen wie man auf den Video unschwer erkennen kann.

Legotrip goes Wild Wild West

Mit einer neuen Konzerttour startete gestern Serge Tonnar zusammen mit seiner Band Legotrip plus Starguest.

Nach einem Abstecher zu den „Bopen“, dann in einer Zirkusmanege und anschließend als Crooner zum Nachmittagstee, geht es jetzt ab in den Wilden Westen. Die Location war gut ausgesucht, denn es war in Colpach (westlicher geht es in Luxemburg nicht, sonst ist man in Belgien) im alten Pferdestall.

 

Ich habe so ziemlich alle Konzerttouren von ihm gesehen, und ich muss gestehen, dass ich ein wenig beunruhigt war, dass es die gleichen Lieder in gleicher Vortragsweise wären aber eben im Cowboykostüm. Aber dem war Gott sei Dank nicht so. Viele der Klassiker waren mit anderen Musikinstrumenten besetzt, vor allem mit dem Banjo aber auch diese kleine Tröte.

 

Die Überraschung das Abends war Coco Faber, der ab der Hälfte des Konzerts mit auf der Bühne stand. Coco war Mitglied von Zap Zoo, der ersten Band von Serge, als sie Lieder noch in Englisch waren. Eine gute Gelegenheit ein paar von den über zehn Jahren alten Klassikern zu spielen.

Es erinnerte mich an die eine Zeit als ich so gerade noch nicht mit bloggen angefangen hatte, mich aber schon intensiv mit Internet und Homepages beschäftigte, und Serge ein paar Nachmittage in meiner alten Heimat verbrachte, um die Homepage der Band zu erstellen. Irgendwo in den Tiefen eines Bakup Hard Disk verstecken sich noch die Bilder der Seite. Wenn ich sie finde reiche ich sie nach.

Sehr schön war die ‚Belsch Plage‘ in einer Countryversion, die sofort ins Ohr ging und jeder mitsingen konnte, und ein Lied über die Großmütter, die ‚Boma‘ das ich noch die ganze Nacht im Kopf hatte.

Legotrip ist meines Wissens die einzige Band in Luxemburg, die es versteht neben den Songs, auch immer wieder etwas für’s Auge zu bieten. Über die letzten Jahre hinweg gab viele Kostümwechsel (Opas, Zirkus, Crooner) und es macht immer wieder Spaß zu sehen in welche Richtung sich die Band vom Look her entwickelt.

Die Daten der nächsten Konzerte stehen hier.

 

 

11 Fragen der Kaltmamsell

Die Fragen waren so gut, dass ich sie beantworten musste.

1. Ziehst du deine Existenz der Nicht-Existenz vor, und wenn ja warum?
Ja. Meine Existenz hat einen Grund und einen Zweck. Und wenn wir den Grund dafür in unserer Lebenszeit nicht herausfinden, so können wir doch den Zweck selbstbestimmen, oder wir sind zumindest in der Lage. Eine sehr spannende Frage, weil ich mich damit nie auseinandergesetzt habe. Ich tue es erst seitdem ich mein letztes Familienmitglied vor ein paar Wochen begraben habe. Da ich keine Nachkommen habe und auch nie welche haben werde, ist die Zweckfrage in der letzten Zeit sehr relevant geworden.

2. Wie fühlt sich bei dir der Impuls zu bloggen an?
Es ist immer noch gleiche wie vor 13 Jahren als ich mit bloggen anfing. Zum einen ist es Kick, dass es sofort online ist und für die ganze Welt verfügbar. Zu anderen ist es der Drang mich mitzuteilen und weil ich etwas zu sagen habe und gehört bzw. gelesen werden will.

3. Wo wärst du jetzt am liebsten, wenn dieser Ort in jeder möglichen Zeit liegen dürfte?
Wenn man mich das vor ein paar Jahren gefragt hätte, hätte ich wahrscheinlich irgendeinen Ort genannt und eine Zeit in der Vergangenheit. Heute sage ich: ich bin gerne da wo ich bin, im Hier und Jetzt.

4. Was war besser, als du jünger warst?
Ich hatte weniger Pfunde auf den Rippen und war gelenkiger.

5. Welcher Mensch kennt dich am besten?
Mein Ex-Mann und das auch nur bis zu einem gewissen Punkt. Ganz kennt wahrscheinlich niemand mich.

6. Welchen Menschen kennst du am besten?
Meine Eltern und mein Bruder.

7. Was ist das Schöne am Rauchen?
Die Entspannung. Der Moment der kurzen Pause. Die Bekanntschaften mit wildfremden Leuten vor der Lokaltür am großen Aschenbecher, die man sonst nie kennengelernt hätte.

8. Kannst du dir eine große Veränderung in deinem Leben vorstellen, und wenn ja, welche wünschst du dir?
Ich glaube ich habe die größten Veränderungen hinter mir. Wenn noch eine zukommen hätte, wünschte ich mir, es wäre eine die mich ein weit entferntes Land führt, mit völlig anderen Bedingungen und Umständen, also noch einmal ein spannender Neuanfang.

9. Wenn du von heute auf morgen ein reines Geistwesen wärst: Was würdest du an Körperlichkeit am meisten vermissen?
Die körperliche Berührung in jeder Form.

10. Wen würdest du am liebsten bei 24 Stunden Alltagsleben begleiten?
Zur Zeit wäre das Donald Trump. Das mag seltsam klingen, aber gerade weil ich den Egomanen, Macho und schon halbwegs Diktator wie Trump nicht verstehe würde ich das sehr spannend finden.

11. Womit schreibst du am liebsten von Hand?
Wenn ich heute per Hand schreibe, ist es meistens ein Kugelschreiber. Aber am liebsten schreibe ich mit Bleistift; immer schon.

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Ein ‚Liebster Award‘

Danke Thierry für den ‚Liebster Award‘.

Die Regeln des ‚Liebster Award‘ sind denkbar einfach. Man bekommt 11 Fragen und beantwortet sie. Anschließend stellt man selbst 11 neue Fragen zusammen und gibt diese an 3 – 11 Blogger weiter.

Ich werde die Fragen aber auf deutsch beantworten. Nicht dass mir Englisch nicht liegen würde, aber ich habe mir die Fragen angesehen und des sind ein paar sehr knifflige dabei, bei denen ich auf englisch sicherlich ins stolpern komme…

Here we go:

1. Was ist deine Lieblingszeile aus einem Roman und warum?
Es gibst eine sehr schöne Schlusspassage in ‚Stoner‘ von John Williams:

… Es war sein eigenes Buch, das er suchte, und als er es in Händen hielt, lächelte er angesichts des vertrauten roten Einbandes, der seit so vielen Jahren schon verblasst und abgegriffen war. Es kam kaum mehr darauf an an, dass das Buch vergessen war und keinem Zweck mehr diente, und die Frage, was zu es irgendeiner Zeit genützt haben mochte, schien ihm beinahe trivial. Er hing auch nicht der Illusion an, dass er sich dort finden würde, in der vergilbten Seiten; und doch, und das wusste er, ein kleiner Teil von ihm, den er nicht leugnen könnte, war dort und würde es bleiben…
… Die Finger lockerten den Griff, und das Buch, das sie gehalten hatten, rutschte langsam und dann immer rascher über den reglosen Leib und fiel in die Stille des Zimmers.

Hinsichtlich dessen was ich den letzten Wochen erlebt habe, und überhaupt die letzten vier Jahre, komme ich mir manchmal vor wie das abgegriffene Buch mit dem roten Einband das zu Boden fällt.

2. Möchtest du lieber eine impressionistische oder einer expressionistische Malerei zu Hause haben ?
Ganz klar ein impressionistisches Bild. Ich saß vor Jahren in mal in Beyeler Foundation in Basel fast eine Stunde lang vor dem großen Seerosenbild von Claude Monet und konnte mich nicht satt sehen.  (hier das Foto des Saales in der Foundation)

3. Was ist dein Lieblingskäse?
Da gibt es ein paar. Da wäre Conté, Leerdammer und wenn er kräftiger sein soll Roquefort.

4. Was würdest du mit $ 10.000 zu tun?
Erstmal umrechnen wie viel das in € ergibt und dann von der rosa Wolke herunterfallen die diese fünfstellige Zahl ausmacht. Es wären nämlich dann aktuell nur noch 9 060,84 €. Es ergäbe ungefähr einen dreiwöchigen Urlaub in einem 5 Sterne Hotel.

5. Du tauschst den Platz mit deinem Alter Ego in einem Paralleluniversum und müsstest so tun als ob du das Alter Ego wärst . Wer bist du?
Für mich ist ein Paralleluniversum ein Spiegelbild dessen war hier passiert. Mein Alter Ego wäre ein negatives spiegelverkehrtes Abbild. Ich wäre Rechtshänder und blond mit ungewaschenen fettigen Haaren, immer äußerst langweilig angezogen und hätte einen Bürojob, wahrscheinlich etwas mit Zahlen. Ich wäre spindeldürr und die Nahrungsaufnahme wäre mir egal; ich würde irgendwas futtern was satt macht. Kunst und Kultur wären völlig überflüssiges Zeug für das ich absolut kein Interesse hätte… (Was für eine schreckliche Person)

6. Die Menschheit erfindet schließlich doch eine Zeitmaschine , aber die einzig möglichen Ziele sind 1866 und 2166 – welches Jahr wählst du?
Ich würde gerne ins Jahr 1866 und meine Urgroßeltern kennen lernen und zwar alle acht. Eine Reisefunktion müsste somit auch vorhanden sein.

7. Welche Zeit wählst du, wenn es ein One-Way-Trip wäre?
Gar keine. Die Zukunft kommt sowieso. Und die Vergangenheit, zumindest meine eigene, kenne ich ja.

8. Was ist dein Go-to-Frühstück?
Das ist die meiste Zeit schlicht und einfach Kaffee, schwarz ohne Zucker.

9. Was macht dein perfektes Wochenende aus?
In einem großartigen Hotel in Südfrankreich erwachen. Hinaus auf die Terrasse schlendern und über ein azurfarbenes Meer blicken und in einen strahlend blauen Himmel. Mich dort an einen perfekt gedeckten Frühstückstisch setzen. Anschließend barfuß durch den weißen Sand schlendern an einem menschenleeren Strand. Ein paar Muscheln sammeln. Den Möwen nachschauen…

10. DC oder Marvel?
Bei der Frage musste ich erst nachschauen wer wo hingehört. Wenn ich dann an meine Kindheit zurückdenke war ich stets faszinierter von den DC Helden. Also Superman, Batman, Wondergirl und Co.

11. Wenn du herausfinden könntest, wann du sterben würdest, würdest du es tun?
Ganz klar, nein. Es gilt im hier und jetzt zu leben ohne zu wissen was kommt oder wann es zu Ende sein wird.

Und hier nun meine 11 Fragen an 4 andere Blogger.

  1. Wenn veganes Leben ab morgen gesetzlich vorgeschrieben werden würde, würdest du…?
  2. Was war dein peinlichster Moment? (den du wohlwollend mit uns teilen willst 🙂 )
  3. Du darfst dich einmal rundum neu erfinden. Wer oder was möchtest du gerne sein oder ändern?
  4. Da darfst im Sandkasten spielen. Was baust du?
  5. Loslassen heißt die Hände freihaben. Was ‚fasst‘ du als erstes an?
  6. Dein Leben wird verfilmt. Welche/r Darsteller/in übernimmt deine Rolle.
  7. Dein runder Geburtstag steht an. Was machst du?
  8. Mal was über das Bloggen: Wie ist der Name deines Blogs entstanden?
  9. Was wäre deine erste Amtshandlung als gute/r  Diktator/in?
  10. Was mochtest du als Kind nicht essen, was dir bis heute noch ein Gräuel ist?
  11. Du sollst eine ultimative Lobhudelei schreiben. Wem widmest du sie?

So,…uff, die Fragen zusammenstellen hat etwas länger gedauert.

Diese Fragen gehen an:

Yaya van Chique

Luxessed

Vorspeisenplatte
(wenn die Kaltmamsell denn mag, denn ich glaube sie wurde schon einmal nominiert. Die Zusammenstellung 11 neuer Fragen entfällt dann wohl.)

Clothes & Camera

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La Cuisine des Amis @ Dipso

„Schreib doch mal was über die Cuisine des Amis“, sagte Tanja, die Besitzerin des Dipso, als ich am Dienstag die Rechnung bezahlte und glückselig nach Hause gehen wollte. Irgendwie hatte sie meine Gedanken gelesen, denn ich hatte es tatsächlich vor.

Ich habe schon mehrfach über das Dipso berichtet, eine Weinbar, die etwas mehr zu bieten hat als nur Wein. Als sie eröffnete machte mich der Namen stutzig. Let’s google it…shall we?
Dipso ist abgeleitet aus dem Wort Dipsophobie beziehungsweise der Dipsomanie und bezeichnet die Angst vor Alkohol beziehungsweise die  anfallsweise auftretende Trunksucht.
Da die wenigsten unter uns weder der einen noch der anderen Gattung angehören, sind wir schlicht und einfach nur Dipso. (Das ist meine Schlussfolgerung, nicht die von Google)

In unregelmäßigen Abständen werden die ‚Cuisine des Amis‘ Abende veranstaltet, an denen Tanja Köche aus der nahen und weiten Umgebung einlädt. Man kann den Köchen dabei zuschauen da sie hinter der Theke das Lokals kochen. Es sind fünf bis sechs, manchmal sieben kleine Gerichte. Ein kleines Entdeckungsmenü und eine Visitenkarte des Kochs. Da Tanja durch ihren früheren Job als Fernsehmoderatorin unzählige Sendungen über Gastronomie gemacht hat, kennt sie die Branche in und auswendig.

Diese Abende sind immer wieder was ganz besonderes, da man auf eine Entdeckungsreise geht und sich zum Beispiel von einem zwei Sterne Chef bekochen lassen kann, den man so, ohne weiteres nicht aufsuchen würde. Da das Lokal nicht riesengroß ist, sind die Plätze schnell weg und man sollte nicht zu lange überlegen. Hier sind die Leute mit einem Facebookaccount klar im Vorteil, denn die Abende werden meines Wissens nach nur dort angekündigt. Erwartet nicht dass ihr einen Tisch in einer Ecke zu zweit bekommt. Das ist an dem Abend nicht machbar. Man sitzt entweder mit Bekannten und Freunden zusammen, oder mit völlig fremden Leuten, die aber alle genauso gespannt sind und das gleiche Ziel haben; sich gastronomisch verwöhnen zu lassen. Demnach auch eine gute Gelegenheit neue Bekanntschaften zu machen.

An Dienstag war René Mathieu zu Gast aus der Distillerie in Bourglinster, der dafür bekannt ist, mit vielen außergewöhnlichen Kräutern und Gewürzen zu kochen.

Jeder Bissen im Mund war eine Explosion an Geschmack.

Rohe Erbsen die mich sehr an meine Kindheit erinnerten in einem Sud aus allerlei Kräutern und Gewürzen.
Melone auf Eis in einer Kräutermarinade. Die hätte ich pfundweise (fr)essen können.

Das sind nur ein paar der Leckereien die wir an dem Abend bekamen. Und wie schon zu Anfang gesagt, schwebte ich glückselig nach hause.

Merci Tanja :-)

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Penny Dreadful

Der Titel der Serie bezieht sich auf die sogenannten Groschenromane aus der viktorianischen Zeit in England. Man bekam für ein paar Penny ziemlich viel grausiges Zeug zu lesen. Genial auch das Plakat das ja ein auf dem Boden hockender Mann ist, von weitem aber ausschaut wie der Schädel eines Monsters.

In der Serie werden verschiedene sehr bekannte Charaktere aus Gruselromanen der Zeit miteinander zu einem neuen Plot vermischt. So gibt es eine Art van Helsing der in der Serie Sir Malcom heißt. Dr. Frankenstein und seine Monster (ja, es gibt mehrere) kommen ebenfalls vor sowie Dorian Gray. Sie alle verbindet eine Frau, Vanessa Ives, hervorragend gespielt von Eva Green, die sogar völlig herutergerotzt immer noch schön aussieht. Vanessa umgibt ein Geheimnis das es heraus zu finden gilt. Sie wird beständig von seltsamen Kreaturen heimgesucht und weiß nicht warum.

Als ich die erste Staffel vor zwei Jahren sah, ging es mir seit langem einmal wieder so wie es mir auch bei Mad Man ging. Ich tauchte völlig ab in eine andere Welt. Sehr interessant fand ich auch die Tatsache dass John Logan, der Erfinder der Serie, darauf bestand keine CGI Monster zu verwenden. Das spürt und fühlt man in jeder Folge. Logan heuerte den bekannten Maskenbildner Nick Dudman mit seiner Crew an. Es gibt sogar eine Folge in der zweiten Staffel, in der Bauchredner Puppen vorkommen bei denen man auf die guten alten Animatronics zurückgreift.

Zugegeben die Serie hängt in der zweiten Staffel ein bisschen durch. Doch dafür ist die dritte Staffel, in der sich alles zusammenfügt, ganz großes Kino auf dem Fernsehbildschirm.

Zu sehen auf Netflix.

Absolut sehenswert.

Nachtrag zum Wochenende

Gegen halb drei Uhr nachts war endlich Ruhe. Durch die riesengroße portugiesische Gemeinschaft in Luxemburg war bei deren Fußball Europameister Gewinn an Schlafen nicht zu denken. Also legte ich auch eine Art Nachtschicht ein mit der dritten und letzten Staffel von Penny Dreadful. Nebenbei bemerkt, eine ganz großartige Serie für Gruselfans.  Morgen schreibe ich mehr darüber.

Ich sollte nach ein paar Fotos nachreichen.

Fast auf den Tag genau berichtete ich letztes Jahr über die Original Bettendorfer Tschechow Kirschen. Am Sonntag war es wieder soweit und ich konnte von dem gleichen Bäumchen wieder ernten. Bäumchen ist nicht mehr so ganz das richtige Wort. Verglichen mit letzten Jahr ist er ein ganzes Stück größer. Morgen steht also eine zwischen Kirschkuchen und Marmelade ein Menge Kirschen Entkernen an.

***

Vor zwei Jahren standen seltsame aus Blechdosen geformte Männchen auf der place Clairefontaine. Jetzt sind es afrikanisch anmutende Holzskulpturen.

 

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WTF Facebook

Hallo Facebook. Das mit den Erinnerungen ist so eine Sache zumal ich heute einen sehr interessanten Bericht via Kaltmamsell gelesen habe, den ich immer noch nicht ganz verdaut habe. Zu lesen hier.

Aber mal ehrlich, IHR könntet euch vorstellen dass ich gerne an diesen Beitrag von vor einem Jahr zurückdenke?  Tja, da habt ihr euch geschnitten, ihr Dumpfbacken. Das Foto erinnert mich nur an das traurige Ende meiner Beziehung. Danke, dass ich jetzt weiß, dass es ein Jahr her ist und ich seitdem solo bin. Und danke auch für den Dämpfer an diesem wunderschönen Sommertag.

Ich hasse euch.

Les Assises Culturelles – Kulturforum in Luxemburg

Das Kulturministerium hatte zu einer Grundlagen Diskussion geladen, heute und gestern. Es war in 4 Sessionen, 2 gestern, 2 heute. Und es waren sehr viele Protagonisten aus der Kulturszene erschienen.

Es ging wie es so oft in solchen Debatten und Grundsatzdiskussionen geht, den meisten fehlt die globale Sicht und jeder einzelne beharrt auf seinem kleinen Standpunkt, der ihn selbst betrifft. Das wurde schon gleich in der ersten Session sichtbar und zog sich durch alle Sessionen. Zudem waren drei der Überschriften recht unglücklich gewählt.  Sie stellten jeweils eine Frage die sich mit ja oder nein beantworten ließ.

Session 1:
L’école – un lieu de transmission cultuelle?
Meine Antwort: ein lautes und deutliches  NEIN.

Es endete damit dass die Vertreter der einzelnen Ministerien und Institutionen sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe schoben warum dieses oder jenes nicht funktioniert.
Interessant jedoch war die Einführung von Jean-Marc Loret, der vom Kulturministerium aus Frankreich eingeladen war, und sich genau mit dieser Thematik seit Jahren beschäftigt. Ein Aspekt, den er leider nur kurz anschnitt, war das Internet.  Den ersten Kontakt (und meiner Meinung der wichtigste) den Jugendliche mit Kultur haben, findet ganz klar im Internet statt. Doch darüber wurde im Anschluss überhaupt nicht diskutiert. Traurig fand ich auch, (und die Gruppe „Richtung 22“ tat dies mit sehr lautem Getöse) dass nicht ein Jugendlicher zur Diskussion auf die Bühne geladen war.
Tatsache ist und bleibt nun mal, dass Ministerien und Institutionen der aktuellen Evolution immer hinterher hinken.

Session 2 :
Artiste- une profession comme les autres?
Meine Antwort: ein lautes und deutliches NEIN.

Gähnend langweiliges Gerede, allem voran Dr. Christiane Schnell, vom Institut für Sozialforschung der Goethe Universität Frankfurt, die den „Künstler“ als das unbekannte Wesen von einem anderen Stern vorstellte, das niemand begreift und nicht richtig fassen kann. So in etwa hörte sich ihre Einführung an, die mit so viel Forschungsjargon gespickt war, dass ich irgendwann abschaltete.

Einzig und alleine eine Intervention von Tania Burgoni aus dem 1535° Creative Hub ist erwähnenswert. Sie plädierte für ein völlig neuen  unabhängigen sozialen Status für Künstler unabhängig von irgendwelchem Erfolg oder Scheitern.

Heute Morgen gegen 9 Uhr ging es dann weiter.

Session 3:
Promouvoir la création artistique. Quelle stratégie?

Nun muss ich gestehen dass mich dieses Thema nur am Rande interessiert, wenn es zum Beispiel um Auftritte im Ausland geht.

Hier war nun ein sehr interessanter Gast zur Einführung aus Malta geladen, Toni Attard der Director of Strategy des Arts Council Malta. Und hier machte sich eine interessante Tür auf, von einem anderen kleinen Land, das mit genau mit den gleichen Problemen der Wahrnehmung auf globaler Ebene, wie wir.

Nun ging es, und das stellte ich sehr schnell fest, bei diesem Thema darum das man hier nicht alle Kulturformen in einen Topf werfen kann. Ein „Marché International du Film“ zum Beispiel,der jedes Jahr zeitgleich mit dem Festival von Cannes stattfindet, kann für andere Formen nicht funktionieren. Das Wort ‚Netzwerk‘ kam erstaunlicherweise sehr selten vor. Auch hier vermisste ich wieder schmerzlichst das Thema Internet. Eine Intervention von Toni Attard selbst, bestätigte mich in dem was ich schon bei der ersten Session dachte. Dass wir alle der aktuellen Evolution hinterher hechten anstatt in die Zukunft zu denken.

Nach dieser dritten Session ging ich, denn die vierte behandelte ein unsägliches Thema.

Session 4:
La culture est-elle reconnue à sa juste valeur dans la société luxembourgeoise?
Meine Gegenfrage: Wie bewertet man Kultur???

Ich bin für diese Diskussion nicht geblieben, denn ganz ehrlich, das Thema führt zu nichts. Dazu muss man jede Kultursparte einzeln beleuchten und sehen wer sich dafür interessiert und wer nicht. Ein reines Zahlenspiel mit Bewertungen die nur drauf hinaus laufen dass es nun mal Kulturformen gibt die populär sind und andere sind es weniger. U- und E-Kultur. Beides wird es immer geben und beides ist ein seiner Form unterstützenswert. Punkt.

So, das war mein Wort zum Sonntag…. 🙂

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Ouate de Phoque

Kann mir jemand bitte erklären was es mit dieser „d’Sau“ Werbung auf sich hat? Ich vernahm sie auch vor ein paar Tagen im Radio. Mich nervt sie inzwischen gewaltig, weil ich dieses Wort zwar in meinem Sprachgebrauch führe, aber nicht, wie so viele andere „Sie“ oder „Er“ mit „d’Sau“ ersetze. Es gibt ja Leute die das Wort quasi in jedem Satz gebrauchen. Für mich zeugt es nur von  geringer geistiger Sprachfinesse und kulturellem Stumpfsinn.

An die Agentur die diese Kampagne erfunden hat:
Sorry mich macht diese Werbung nicht neugierig, im Gegenteil, sie nervt mich so sehr, dass ich das angeworbene Produkt (was immer es auch sein mag) mit Sicherheit nicht kaufen werde. Wie sagt man so schön? Domm gaang.

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Fotoausbeute

Lavendel und Rosen.

Ein klein wenig Südfrankreich das ich sehr vermisse im regnerischen Luxemburg. Heute ist wahrlich der erste Tag an dem ich in meinem Lieblingsrestaurant auf der Terrasse auf meinem angestammten Platz sitzen kann,  ohne Regen. Gleich nben mir wächst der Lavendel in den sich auch noch spät die Bienen tummelten.  Manchmal sind solche kleinen Dinge oft die Schönsten.

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