Die ersten Gehversuche im neuen Viertel & ein Restaurantbesuch

Seitdem die befreundete Nachbarin (sie wohnt nur vier Häuser von mir entfernt) weiß, dass aus dem Projekt, das ich vor zwei Jahren schon angedacht hatte, eine Realität wird, versäumt sie keine Gelegenheit, mir die Ohren vollzujammern.  Ich werde, wenn Gott, die Innenarchitektin und alle Handwerksleute wollen, in ungefähr 6 Monaten umziehen.  Mehr kann und will ich noch nicht verraten, denn vieles davon, ist nur auf geduldigem Papier festgehalten. Konkret umgesetzt ist noch nichts.

In dem letzten Wochen hatte ich diesbezüglich Termine über Termine. Ich habe Fliesen und Parkettböden ausgesucht, Badewannen, Waschbecken und Armaturen begutachtet und mir im Geiste immer wieder alles vorgestellt, mit allen möglichen Formen und Farben. Die nächsten Termine werden in Möbelhäusern sein.

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Der Friseur meines langjährigen Vertrauens befindet sich im gleichen Viertel, in das ich umziehen werde. Gestern war ich kurz vor Mittag dort. Ich speiste anschließend im Restaurant „Le fin Gourmand„, das sich gleich nebenan befindet. Ich hatte schon einmal kurz über das Restaurant berichtet, als der Koch und Inhaber Nicolas bei der „Cuisine des Amis“ im Dipso zu Gast war.

Das Fin Gourmand befindet sich an der route d’Esch, eine der meist befahrenen Straßen der Stadt, was an sich eine gute Lage ist, wenn der Straßenlärm nicht wäre. Doch die Fenster bieten eine gute Schallisolation, dass man das Getöse nicht mitbekommt.

Ich wählte das Tagesmenü, bestehend aus einer Vor- und Hauptspeise und einem Café Gourmand. Als Vorspeise wählte ich die Suppe (sehr ungewöhnlich für mich, da ich ein Suppenkaspar bin, doch mir war a….kalt). Es war eine Zwiebelsuppe mit ein paar ungewöhnlichen Kräutern, Croutons und geriebenem Käse. Sehr gut. Als Hauptspeise gab es eine Choucroute Alsacienne. Der Speck, die Würstchen und das Räucherfleisch schmeckten ausgezeichnet, das Sauerkraut leider nicht so gut. Irgendwie fehlte dem Kraut etwas. Wahrscheinlich die Wacholderbeeren und/oder das Lorbeerblatt. Schade, denn ich mag Sauerkraut. Ich darf nur nie zuviel davon essen, da es einen „durchschlagenden“ Erfolg auf meine Verdauung hat… (aber das interessiert ja niemand)

Leider habe ich es versäumt die Speisen abzulichten, stattdessen gibt es ein Foto vom Innenraum, der noch leer war als ich ankam.

Restaurantbesuch

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Und während ich auf das Essen wartete, bewunderte ich das neue Cover vom New Yorker. Sehr schön mit Martin Luther King.

 

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Vorfreude, Lippenstifte, Erkältung und andere Nichtigkeiten

Eine Perückenprobe verlief recht gut. Weitere folgen heute über den ganzen Nachmittag verteilt.

Ich sprach gestern von diesen kleinen Fluchten. Eine davon bereitete ich mir gestern mit dem Buchen des Fluges nach Berlin zur re:publica. Zudem habe ich mir ein tolles Hotel mitten auf dem Ku’damm gebucht, sehr schön und edel, und zur Zeit bei Booking ein Schnäppchen. Zudem war es mir wichtig nicht durch halb Berlin fahren zu müssen um zu den Hallen der re:publica zu kommen. Vorfreude ist sooo schön…

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Mit der Post kam heute eine Lippenstift Palette von Anastacia Bervely Hills an. Das Problem mit Lippenfarben für  Maskenbildner ergibt schon aus dem Namen. Liffenstift. Es sind einzelne Stifte, und die nehmen bisweilen gewaltig viel Platz in einem Schminkkoffer weg.  Also weiche ich immer auf Paletten aus, die es aber bis jetzt nur von den Profimarken gab, die aber nur bedingt eine gute Qualität haben.

Zwei große Marken aus dem „Fußvolk“ Bereich haben das jetzt geändert. Urban Decay brachte vor kurzen einem Palette heraus mit 12 Farben. Und vor wenigen Tagen entdeckte ich ein Video von Alissa Ashley, die die brandneue Palette von Anastacia Berveley Hills vorstellte. Sie schwärmte davon wie hochpigmentiert die Farben sind.

Lippenstifte

Also bestellte ich sie letzte Woche und heute kamen sie schon an. Es ging erstaunlich schnell. Was mich bei der Palette vor allem ansprach, waren die Primärfarben in der unteren Reihe, sowie eine kleine metallene Mischpalette und und ein Spachtel. Das hat dem großen Vorteil, dass ich die Farben mischen kann, ohne sie einzeln kaufen zu müssen. Lindgrün wurde ich letztens gefragt oder eisblau. Das ist nun alles kein Problem mehr.

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Zudem merkte ich seit gestern Nachmittag, dass eine Erkältung im Anflug ist. Als ich von der Perückenprobe zurück kam, war mir kalt. Anstatt die Heizung dann aufzudrehen, dreht ich Dusel den Knopf verkehrt herum, also zu, und es wurde noch kälter… nun ja. Glücklicherweise hatte ich noch Lemsip, Hustensaft, ein Berg Taschentücher, und Sinutap, um alles unter Kontrolle zu behalten. Zudem gab es viel heißen Kräutertee und Obst. (Seltsamerweise kann ich bei Erkältungen nur Obst essen, alles andere ekelt mich an)

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Erster Verleser des Tages auf luxemburgisch. Im Header von RTL.lu hatte ich „Si hu gepennt“ gelesen.*seuftz*

 

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Jetzt ist Frühling! & Schumann bei Bovary

Eisige Temperaturen gestern auf dem Wochenmarkt. Ich kaufte nur das nötigste und einen Strauß Blumen. Ich habe beschlossen dass der Winter vorbei ist. Bei mir zieht jetzt der Frühling jetzt ein. Punkt!

Frühling

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Wenn ich in solch riesige Arbeiten wie ‚Living‘ verstrickt bin, suche ich mir kleine Fluchten. Eine davon war gestern Abend. Gregoire Baumberger gab ein Konzert im Bovary. Obwohl das Bovary ein literarischer Ort ist, so finden ab und an auch Konzerte statt.

Gregoire war schon mehrfach zu Gast. Heute stellte er den Komponisten Robert Schumann vor. Er spielt nicht nur einfach seine Kompositionen, sondern erzählte auch ein wenig vom Schumann und seiner gequälten Seele.

Es war mucksmäuschenstill im Bovary. Jeder hing ein seinen Gedanken nach. So auch ich.

Ich dachte an einen Freund der noch vor wenigen Tagen versuchte mich zu erreichen. Doch war ich wie gewöhnlich zu mit Arbeit zugekleistert, und als ich endlich daran dachte, ihn anzurufen, schickte es sich breites nicht mehr. Er es ist auch eine gequälte Seele wie Schumann es war, deshalb dachte ich heute ganz besonders an ihn.

Ich verspeiste einen Teller der weltbesten Spagetti al Pesto und trank ein wenig zu viel weißen Sauvignon.

Der nachhaltige Knall mit dem ich die Heimat verließ

Wenn es in den nächsten Tagen hier wieder etwas ruhiger wird, dann hat das, wie immer, mit der Arbeit zu tun. Ich breite ein Musical vor, das Ende das Monats Premiere hat. Es sind 21 Akteure, und im Moment wird mir noch leicht schwindlig, wenn ich daran denke, weil vieles noch nicht fertig ist. Das Stück heißt ‚E Living in Amerika‘ und wer mehr darüber erfahren will, schaue bitte hier und hier nach.

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Ich weiß nicht in wie weit ich für einen Missstand verantwortlich gemacht werde, zumindest wurde bis heute nichts an mich herangetragen. Der Grund dass ich heute darüber schreibe, ist ein Artikel aus dem LW den ich gestern per Zufall wiederfand.

Aber vielleicht sollte ich dort beginnen wo die Geschichte begann.

Als meine Großmutter in den achtziger Jahren in Rente ging, verließ sie Luxemburg Stadt und kaufte sich zusammen mit ihrer Schwester „Tante Greidi“ (nicht zu verwechseln mit Gritty) ein Haus in meiner alten Heimat. Das Haus hatte eine Geschichte. Es gehörte im 19. Jahrhundert  der Familie von André Duchscher dem späteren Großindustriellen und Autor von luxemburgischen Theaterstücken. Der kleine André wuchs dort auf. Am Haus selbst gab es auch ein Schild auf dem es erwähnt wurde.  Als die alte Heimat in den 90er Jahren einen Touristenbummelzug bekam, wurde dies auch auf dem mitlaufenden Tonband erwähnt.

Als Großmutter starb, verkaufte ich das Haus an einen Nachbarn. Besagter Nachbar, ist eine Baufirma die durch ganz Luxemburg Appartments und Familienhäuser baut. Es war eine langwierige Angelegenheit und es kam zu vielen Verzögerungen. Doch nachdem alle Genehmigungen vom Land und von der Stadt eingeholt waren, ging es wahnsinnig schnell. Letztes Jahr, Anfang Januar, unterzeichnete ich die den Kaufvertrag und noch im selben Monat wurde das Haus abgerissen.

Als die Bagger dann anrückten und das Gemäuer eingerissen wurde war das Geschrei groß.

Ohne die Mitglieder des 
Gemeinderats nur im Geringsten zu informieren, geschweige denn den Echternachern eine Stimme zu 
geben, hat der Bürgermeister ]…[ eine ,Autorisation de démolition‘ eines Hauses erlassen, das zum historischen, kulturellen und 
architektonischen Erbe der Stadt gehörte“…

Den ganzen Artikel im LW: Ein Abriss mit Folgen

Der jetzige Bürgermeister musste sich mit allen Mitteln gegen Schuldzuweisungen wehren.

Im März kam die Chose dann noch einmal hoch

Wie nicht anders zu erwarten, brachte auch ein Echternacher Bürger bei dem Treffen den vor wenigen Wochen erfolgten Abriss des einstigen Wohnhauses des Industriellen André Duchscher zur Sprache. Er wollte wissen, ob das historische Haus, das einem Immobilienprojekt weichen muss, nicht aufgrund des Denkmalschutzkriteriums „Schutz der Gebäudehülle“ wieder aufgebaut werde.

Den ganzen Artikel hier: Bürger kritisieren Denkmalschutzpläne

Glaubt ihr mir, dass ich heilfroh bin, mit dem ganzen Geschrei und Gezeter nichts mehr zu tu zu haben?

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Der „Auf der Suche nach…SEX“ Beitrag

Beitrag

Vor etlichen Jahren hatte ich mal ein kleines Experiment bzw. Recherche gemacht. Es ging (weil ich es reißerisch und aufsehenerregend wegen der Klicks haben wollte) um Sex. Ich probierte sämtliche first Domains mit Sex aus. sex.com/ sex.lu / sex.de. u.s.w. und schreib was man dort zusehen bekam oder auch nicht zu sehen bekam.  Und selbst wenn die damalige Recherche so ganz und gar nicht mehr aktuell ist, (ich schrieb ihn im Juli 2011) so ist es neben dem „Osterwünsche“ Post der meistgeklickte Beitrag im Blog. Sex sells stimmt also immer noch…

Der Grund warum ich das schreibe ist, dass die Restena, die in Luxemburg für die Vergabe der der .lu Domains zuständig ist, sich weigerte sex.lu freizugeben. Inzwischen ist es bei einem amerikanischen Anbieter für 25.000 $ zu haben.

Warum das mit Osterwünschen so gut klappte, ist mir heute noch ein Rätsel. Und jedes Jahr vor Ostern steigt die Besucherzahl für diesen Beitrag wieder an, wenn auch nicht mehr so hoch wie in den ersten Jahren. Ich habe es dann mal mit einem Beitrag mit dem Titel Weihnachtswünsche versucht, doch er brachte nicht den gewünschten Erfolg.

Genau so verhält es sich mit den vorigen Beitrag in den was verlosen wollte, allerdings im umgekehrten Sinn.  Es ist nach dem Barcelona Urlaub (der viel gelesen wurde) einer der am wenigsten gelesenen Beiträge.

Versteht mich nicht falsch. Ich freue mich über jeden Leser und Kommentar, doch im Grunde sind mir die Zahlen Schnuppe. Ich möchte nur verstehen warum etwas angeklickt wird und warum nicht.

Ein Gamepad zu gewinnen

Vor Jahren hatte ich kleine Rätsel im Blog in denen ich DVD’s verschenkte.
Heute ist es wieder soweit!
Es gibt ein Gamepad zu gewinnen für sämtliche mobilen Geräte von Apple ab IOS7.

Gamepad

Das Gamepad von Mad Gatz wird über Bluetooth angeschlossen (klappt einwandfrei, hab’s probiert) und es gibt auch Möglichkeiten es über den Fernseher zu leiten. Die Zahl der Spiele die mit dem Gamepad komatibel sind, ist ellenlang.

Was ihr tun müsst? Hinterlasst ein Kommentar im Blog (nicht auf Facebook oder Twitter) mit Mail Adresse und ich ziehe am Donnerstag Morgen ein Gewinner. (so richtig mit Zettel und Körbchen…)

Das Ende einer Kaffeemaschine

Gestern während dem verkaufsoffenen Sonntag, spazierte ich mit der befreundeten Nachbarin durchs Viertel. Ich wollte in den nahgelegenen Elektrogroßmarkt (ihr wisst, schon der mit dem Planetennamen) und schaute mich nach neuen Kaffeeautomaten um. Meine Maschine ist inzwischen älter als dieses Blog wenn ich es richtig in Erinnerung habe (13 oder 14 Jahre). Sie läuft immer noch, doch leider ist das Mahlwerk für die Bohnen hinüber. Im Trester finde ich immer wieder große Bohnenstücke die nicht ordentlich gemahlen sind. Auf Anfrage beim Elektrohandel in dem ich sie damals in der alten Heimat gekauft hatte, sagte man mir, dass diese Maschine ganz aus dem Programm genommen sei und es mit gr0ßer Wahrscheinlichkeit keine Ersatzstücke mehr gibt.

Und als ob die Maschine es geahnt hätte, ging heute morgen das Brühelement kaputt. Die Lämpchen blinkten über eine Stunde vor sich hin, doch warm wurde sie nicht mehr.

Kaffeemaschine
Ein letztes Foto bevor sie entsorgt wird.

Nach einen hoch erfreulichen Termin im Theater, der mich schon seit Tagen plagte, jedoch viel besser verlief als ich es mir vorgestellt hatte fuhr ich zum Markt. Das kleine Parkhaus Nobilis kann man übrigens eine Stunde lang gratis nutzen wenn man einen Einkauf im Großhandel tätigt.

Da ich schon am Sonntag alle Maschinen in Augenschein genommen hatte und mir letzten Monat schon ein Stiftung Wahrentest Magazin zugelegt hatte in dem es um Kaffeeautomaten ging, war die Wahl schnell getroffen. Es wurde diese hier:

 

Es ist wieder eine Saeco aus der gleichen Incanto Serie wie die Alte. Sie schnitt im Test verhältnismäßig gut ab. Sie ist um einiges schmaler aber dafür ein paar Zentimeter tiefer. Da die diversen Einfüllstellen für Wasser und Bohnen etwas anders liegen musste ich sie auch anders aufstellen. Sie sieht richtig schick aus und ist um einiges geräuschärmer als der Vorgänger.

Und ich bin gleich am Anfang des Jahres um 550€ ärmer…

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Die Verkaufstechniken von Obey Your Body

Obey

Jeder glaubt was er glauben mag. Bei Kosmetischer Pflege ist es eh eine Glaubensfrage. Und wenn ich mir heute Obey Your Body vorknöpfe, dann nicht, um die Produkte an sich in Frage zu stellen. Die Marke sieht sich im sogenannten High-End, da sie, ihrer Aussage nach, nur sehr hochwertige Stoffe verwenden. So kann eine Creme schon mal bis zu 340 € und mehr kosten. Ganz schön viel Geld für ein „Holistic Lifestyle Skincare Concept“.

Was mich viel mehr stört ist ihre Verkaufstechnik, die europaweit die Gleiche zu sein scheint. Das fiel mir in den letzten Wochen ganz besonders auf, da sie auch Stände an Flughäfen in Barcelona und München haben.

In Luxemburg wechsele ich  fast automatisch auf die gegenüberliegend Häuserseite, da ich es leid bin angesprungen, und mit einer Probe Handcreme gelockt zu werden. So betrete ich kaum noch den Zeitungsladen der gleich neben dem Obey Laden liegt, da mich die Anmache nur noch nervt. Auf die lauthals schreiende Frage, „Monsieur! Une crème pour le mains?“, bin ich sehr versucht zu antworten, „Madame! Mon point dans la geule?“

Ist der Kunde erst mal Laden drin, kommt er nicht mehr raus ohne etwas gekauft zu haben, da die Verkäufer/innen so trainiert sind, jeglichen Widerstand niederzuknüppeln. Da geht es dann nicht mehr um Holistik sondern nur noch ums Verkaufen.

Dieses aggressives Abgreifen von Kunden verträgt sich absolut nicht mit dem High End, das sie verkaufen wollen. Cremes aus dem hochwertigen Segment bekomme ich auch bei Sephora, Douglas, Paris 8e oder Paris XXL, und dort werde ich nicht dumm angemacht, da Armani, Chanel, Dior und Co. es nicht nötig haben.

Und so gehorche ich meinen eigenen holistischen Konzept und meide den Laden.

Camper Schuhe in Barcelona kaufen

Wer schon etwas länger hier mitließst weiß, dass ich ein Schuhtick habe. Was ich vor ein paar Tagen, als ich in Barcelona war, verschwiegen habe, war, dass ich mir ein paar Schuhe der Marke Camper gekauft habe.

Da es in Luxemburg keinen Schuhladen (mehr) gibt der Camper hat, und keinen reinen Camper Laden,  werde ich im Ausland, sei es in Berlin oder in London, immer wieder wie ein Motte vom Licht magisch in einen Camperladen hinein gezogen. So erging es mir auch am ersten Weihnachtstag in Barcelona. Doch der Laden war geschlossen. „Gut so“, dachte ich. „Dann kommst du wenigstens nicht auf die Idee, NOCH ein paar Schuhe zu kaufen. Doch als ich am letzten Tag einen Rundgang durch das gotische Viertel startete, ging ich wieder an dem Laden vorbei, der jetzt leider geöffnet war, und schwupps… Zu spät!

Ich kaufte mir ein paar Winterschuhe aus der xtralight Serie. Das sind Schuhe aller Art, die den Anspruch haben, wesentlich leichter zu sein, als „normales“ Schuhwerk. So habe ich mir bereits aus dieser Serie mehrfach Trunschuhe gekauft, die ich alle auf Filmsets verschlissen habe, ohne ein je schmerzende Füße zu haben, nach einen 12-13 Stunden Tag.

Die Schuhe aus Barcelona sehen so aus:

Schuhe
© Camper / Modell: Capsule

Nachdem ich sie jetzt ein paar Tage getragen habe, kann ich bestätigen, dass sie, obwohl sie federleicht sind, die Füße absolut warm halten. Meine befreundete Nachbarin meinte, dass sie aussehen wie die Pantoffeln von Opa.  Ich gebe zu, dass sie ein kleine wenig daran erinnern, doch finde ich sie total hip, und wer sagt dass Opa Schlappen nicht wieder in Mode kommen? In London sah ich letztes Jahr die Leute Schlange stehen, vor einem Birkenstock Laden. Ergo, kann der Kauf von Stiefeletten in Opa Look nicht so falsch sein…

Als ich nach einem Foto der Schuhe suchte, wurde ich seltsamerweise erst im U.S. Store fündig. Im deutschen Online Store gibt es sie nicht.

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency

Neben dem Gefeiere hatte ich auch Zeit mir eine neue Serie auf Netflix anzusehen.

Dirk

Dirk Gently’s Holistic Detective Agency ist einer der schrägsten Serien, die ich seit langem gesehen habe. Dirk Gentley (Samuel Barnett, der total anders aussieht als in Penny Dreadful) ist ein eher nerviger Charakter. Star der Story ist Todd, (Elijah Wood) der kleine unbescholtene Liftboy in einem großen Hotel, wird vom Direktor beordert, in einer Suite nach den Rechten zu sehen. Dort trifft er auf einen Tatort der sehr bultig und bizzar aussieht… Und mit einem Kamera Travelling über diesen grausigen Tatort beginnt die erste Folge.

Es ist schwierig etwas über den Plot zu erzählen, ohne zu viel zu verraten. Da die Serie auf einer Novelle von Douglas Adams beruht, kann man sich allerdings denken, dass es ohne Sci-fi nicht geht, obwohl die Geschichte absolut in der heutigen Zeit spielt. Streckenweise erinnerte es mich auch ein wenig an Doctor Who, vor allem gegen Ende der Serie. In dem Moment wächst Dirk Gentley auch über sich hinaus, als er den wahren Täter findet.

Die Geschichte springt in die Vergangenheit und wieder zurück in die Gegenwart und behandelt mehrere Erzählstränge. Einer davon gefiel mir ganz besonders gut. Bart Curlish (hervorragend gespielt von Fiona Durif) ist eine holistische Mörderin, der man nichts anhaben kann.

Eigentlich genau das richtige für die kalten Winterabende.

 

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Huch, Schnee!!!

Silvester und Neujahr habe ich bei Freunden in Münster verbracht. Es war schön. Wir haben viel gelacht. Wir haben Blei gegossen, Heliumballons eingeatmet und rumgealbert. Um Mitternacht sind wir raus in die eiskalte Nacht, um den Nachbarn beim Böllern und Raketenzünden zuzusehen und die Hunde beruhigt, die wegen der Knallerei dem Herzinfarkt nahe waren.

Es gab Raclette zu Silvester und Resteessen Raclette zu Neujahr.  Und seltsamerweise schmeckte es mir am zweiten Tag fast noch besser.

Die Bewohner das Hauses sind Technisch immer auf dem neuesten Stand, vor allem was die Deko angeht. So wurde nachts die Fassade von einem Laser ausgeleuchtet und das Rollo im Bad gab dem Zimmer eine… Disconote?

‚Wenn alles gesagt und getan ist‘ , war an Silvester ein Satz, der mir im Kopf herumschwirrte. Es bestand immer noch eine kleine Hoffnung in meinem Hinterkopf, doch letztendlich musste ich einsehen, dass beziehungstechnisch  nichts mehr neu verklebt werden kann, das vor anderthalb Jahren mit lautem Knall, in tausend Stücke zersprang. Versteht mich nicht falsch. Es hat nichts mit Trauer zu tun. Es ist lediglich eine Feststellung und neue Erfahrung.

***

Schnee

Als ich heute Morgen erwachte und zum Fenster hinaus schaute, sah ich… Schnee. Doch der Weg über A1 war sauber und erfreulich wenig befahren, dass ich ohne große Anstrengung die ganze Stecke ohne Pause schaffte.

Sogar durch die (Schn)eifel ging es erstaunlich gut.

***

Eben las ich bei Modeste ein Text, der genau das ausdrückt ich schon lange fühle, spüre mit jeder Faser meines Körpers, und es doch nicht in Worte fassen kann. Sie kann es.

Mein Leben und das meiner Freunde hat in den allermeisten Fällen vermutlich seine Endausbaustufe erreicht. Für romantische Komödien sind wir zu alt. Unsere Erfolge sind eingetreten oder kommen nicht mehr. Die meisten Überraschungen werden unangenehm ausfallen.

Modeste

Rückblick 2016

 

Ich wollte nichts mehr schreiben für dieses Jahr. Doch saß ich vorhin hier, und sah den berühmten ‚Rückblick‘, den ja viele im Blog schreiben. Und vielleicht ist es ja ganz gut dass ich ihn am letzten Tag des Jahres schreibe.  Nun den…

Zugenommen oder abgenommen?
Auf und nieder, immer wieder. Am Ende des Jahres geht es immer wieder bergauf mit den Kilos.

Haare länger oder kürzer?
Seit einem halben Jahr, kürzer

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Beides hat sich verschlechtert.

Mehr bewegt oder weniger?
Weniger. Ich war schon ewig nicht mehr schwimmen.

Mehr Kohle oder weniger.
Gefühlt weniger, aber wenn ich die Auftragszahlen vergleiche, dürfte es ungefähr gleich sein.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Das war dieses Jahr mahr als sonst das neuen Auts wegen. Aber 2017 wir teuer….sehr teuer.

Der hirnrissigste Plan?
Zu denken dass gefühlsmäßig noch was geht, wenn alles gesagt und getan ist. Das musste ich genau heute erst feststellen.

Die gefährlichste Unternehmung?
Mich mit dem Steueramt anzulegen, hätte ganz schön schief gehen können. Aber am Ende hat es sich aber gelohnt und das Amt haben klein beigegeben.

Die teuerste Anschaffung?
Ein neues Auto.

Das leckerste Essen?
Im Oro e Argento und mein Geburtstagsmenü.

Das beeindruckenste Buch?
Cosi van Tutte von Alan Bennett

Das enttäuschendste Buch?
Das muss ich nochmal zu hause in die Hand nehmen, (ich bin außerhalb) denn weder Titel noch Schriftsteller fallen mir jetzt ein. (was beweist wie wenig es mich beeindruckt hat)

Der ergreifendste Film?
Asche auf mein Haupt. Ich erinnere mich an keinen der nachhaltig hängen blieb.

Die beste Musik?
Wie die Kaltmamsell habe ich mich mit vielen verstorbenen Musikern befasst, doch eine wirkliche Neuentdeckung machte nicht. Wenn, dann vielleicht das neue Album von Katie Melua / Winter.

Das beste Theater?
Performance im Theatre du Centaure

Die meiste Zeit verbracht mit…?
Dingen die unerfreulich sind, wie Trauer, Papaierkram, diverse Ämter…

Die schönste Zeit verbracht mit…?
Einer alten Freundin in Berlin und überhaupt die ganze Berlin Zeit im Sommer.

Vorherrschendes Gefühl 2016?
Endlichkeit.

2016 zum ersten Mal getan?
– Mir ein anderes Auto einer anderen Marke in einer anderen Werkstatt gekauft. Ein großer Schritt, wenn man davor 32 Jahre lang (also vom Führerschein an) der  elterlichen Tradition wegen, nichts anderes hatte als Peugeot.
– Ein Haus verkauft.

2016 nach langer Zeit wieder getan?
3 Wochen Urlaub hintereinander.

2 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
Begräbnis der letzten Verwandten
Sich bewusst werden, dass man der letzte seiner Art ist.

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Dass man für meinen Beruf brennen muss, oder man kann gleich Kassierer/in im Supermarkt werden…

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
All meinen Freunden eine grandiose Feier an meinen Geburtstag geboten .

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Mich für einen Nachmittag aus einem tiefen Trauertal reißen und mir aufzeigen, dass es noch neue Perspektiven gibt.

2016 war mit 1 Wort…?
Endlichkeitsbewußtwerdung.

Vorsätze für 2017?
Durchhalten.
Neue Perspektiven schaffen.

Wir sehen uns. Guten Rutsch!

Barcelona – Tag 4 1/2 – Zurück in die Kälte

„Sch…e ist das kalt hier!“, entfuhr es mir als aus dem Flughafen kam. Ich hatte ein wenig vorgesorgt mit Strickjacke und Schal, aber es half nur bedingt.

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Da der Flieger erst um um 14:30 fliegen sollte, hatte ich noch den ganzen Morgen und wanderte noch einmal ein wenig durch die Innenstadt.

Zurück
Die Krankheit habe ich mir eingfangen 🙂

Zurück ging es über die Schweizer Alpen

Barcelona – Tag 4 – Shopping und andere Zwischenfälle

Ich erwachte früh und war dann, nachdem es am Vortag nicht so toll war , kurz nach 8 schon im Frühstücksraum. Da klappte der Service dann tadellos.

Da ich am Tag zuvor die Ramblas nicht ganz durchschritten hatte, nahm ich mir den unteren Teil vor, der zum Hafen führt.

Manchmal überrascht mich mein iPhone dann doch mit atemberaubenden Fotos.

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Es sollte sich als interessant erweisen, die Ramblas von der anderen Seite durchwandern. Bei U-Bahn Station  der Oper sah ich ein Katz und Maus Spiel zwischen Afrikanern, die Kopien von teuren Taschen verkauften, und der Polizei, die sie verscheuchte. Die Afrikaner sind es wahrscheinlich gewohnt und darauf auch vorbereitet, gejagt zu werden. Sie standen alle in Reih und Glied ihr Bettlacken ausgebreitet mit allen Taschen und Geldbeutel drauf. Ich erkannte das Logo von Chanel und Gucci. Die vier Ecken des Lackens waren jeweils mit einem Stück Seil verbunden, die sie alle in einer Hand hielten. Es dauerte keine 30 Sekunden und eine Polizeiwagen fuhr vor. Die ganze Hehlerbande zog wie auf Kommando die vier Seile mit den Lackenenden zusammen und die Wahre landete Huckepack auf dem Rücken. Alle verschwanden sofort die Treppe hinunter in die Gänge der U-bahn.  Die Polizei blieb gelassen, und blieb oben bei den Eingängen stehen.

Irgendwie muss das Ganze ein Spiel sein, dass schon seit langem geht. Die Kellner der umliegenden Cafés und Restaurants schenkten der ganzen Aktion keine Beachtung. Nur die Touristen schauten zu.

Kletternikoläuse gibts auch hier. War aber das einzige mal dass ich welche sichtete.

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Ich weiß nicht ob das ein anderer Mann versteht der nicht Maskenbildner ist. Ich habe heute und gestern 250 Euro für Make-up ausgegeben das ich nicht an mir gebrauche sondern für den Job. Ich fand hier im Sephora Marken die ich in Luxemburg schmerzlich vermisse. Zum Beispiel Kat von D. oder die komplette Serie von Too Faced. Endlich habe ich eine ganze Serie von guten Liquid Lipsicks, die matt werden und kussfest sind.

Das Bild mit dem blauen Jüngling ist die Tüte von Camper. (Ja, ich habe Schuhe gekauft..ich bin ein hoffnungsloser Fall.) Und dann habe ich mir noch eine große Flasche Blackpepper gegönnt.

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Noch ein Bild vom Patio in dem ich jeden Abend saß. Hier mal am Tag abgelichtet.

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Und heute geht es in aller Ruhe zurück. Es war wunderschön und meinem Gemüt tat es mehr als gut weggewesen zu sein. Aber es war definitiv zu kurz. Es muss noch mal wiederholt werden.

Barcelona – Tag3 – Zwischen Entdeckungen und Pflichtprogramm

Eine sehr unruhige Nacht verbracht. Ich hatte im Hotel abends noch ein paar Tapas bestellt, die aber nicht besonders waren, im Gegenteil, sie lagen mir auf dem Magen.

Also begann ich den Tag etwas später. Den Frühstücksraum sollte man definitiv früher besuchen. Er war proppenvoll als ich ankam und ich genoss nicht mehr die gleiche Aufmerksamkeit der Kellner wie an ersten Tag. Das Frühstück viel dementsprechend leicht aus. Ein bisschen Müsli, mehr ging nicht.

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Gerogre Michael spukte mir noch lange im Kopf herum. Auf Facebook entdeckte ich alle Videos von ihm, die Youtube und Vimeo hergaben. Ich mochte ja bei ihm auch wenn er eine etwas härtere Gangart in seinen Songs einlegte.  Wie zum Beispiel Freeek…

….oder Killer/Papa was a Rolling Stone

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Das Wetter war heute NOCH besser als gestern und ich konnte die Strickjacke ganz weglassen. Nun dachte ich mir dass ich doch ein wenig Pflichtprogramm absolvieren sollte. Ich ließ mich durch die Gassen des Gotischen Viertels treiben. Das erste was ich zu mir nahm und sehr gut schmeckte, war ein Eis.

Man kann sich eigentlich in Barcelona nicht verirren, der Straßenplan ist Ritter Sport (quadratisch, praktisch, gut) mit eine langen Diagonale einmal quer durch.

Da ich des Spanischen und Katalanischen nicht mächtig bin, schlage ich mich so durch mit den paar Brocken die ich kann, der Rest ist Englisch und sicheres auftreten.

Ramblas, Placa de Catalunya, Picasso Museum, obwohl dieses erst nachmittags geöffnet hatte. Man läuft viel hier. Das U-Bahn Ticket für 2 Tage hätte ich mir sparen können.

Entdeckungen

Und dann tat ich etwas was ich bis dato noch nie gemacht habe. Da ich nicht schon wieder Tapas haben wollte und mir sonst auch nichts zusagte, setzte ich mich auf der Placa de Catalunya ins …Hard Rock Café. Das erste mal dass ich überhaupt eines betrete. Ich bekam sofort einen Tisch und eine auf  sehr nett und auf Hard Rock Café durchtrainierte Bedienung. Der Wein war ok, das Essen (ich hatte Pulled Pork) war auch ok.

Warum die Leute aber Souvenir T-shirts und ähnliche Dinge kaufen ist mir schleierhaft. Ich  verbuche den Besuch unter „been there, done it“ und kann es von der Strichliste abhacken.